Ausleitungsverfahren


Baunscheidtieren

06. Mrz  2018 oder 06. Nov 2018

Dienstag von 15 - 18 Uhr

 

Kosten: 55,-€ inkl. Material (Einwegnadelroller u. Baunscheidtöl)

 

Dozent: Johannes Schwall


Das Baunscheidtieren gehört zu den Aschner-Ausleitungsverfahren. Beim Baunscheidtieren wird die Haut großflächig durch eine Nadelwalze oder einen Stichler oberflächlich eingeritzt. Anschließend reibt man eine hautreizende Substanz in die Haut um die Reaktion der Haut und die Ausleitung schadhafter Stoffe, wie Harnsäure, Fettsäuren, Kochsalz und Harnstoff zu fördern.

 

Entwickelt wurde das Verfahren von Karl Baunscheidt (1809-1872). Er hatte bemerkt, dass seine Gelenkbeschwerden durch Insektenstiche verschwanden. Daher erdachte er ein gezieltes Verfahren, um lokale Hautreizungen auszulösen. Baunscheidt selbst verwendete Crotonöl als Reizmittel, das man heute wegen der kanzerogenen Wirkung nicht mehr verkauft. Stattdessen nimmt man andere reizende Ölmischungen (wie zum Beispiel Nelken-, Wacholderöl, Rainfarnöl und immunreizendes Histamin, Senföl, Chili oder auch Cantharidin).

 

Eine entsprechende Bezugsquelle des Baunscheidtöls wird den Teilnehmern am Ende des Kurses mitgeteilt.

 

Die Teilnehmer lernen die praktische Anwendung inkl. der notwendigen Wundbehandlung.